Womit sich Wien, neben architektonischen Meisterleistungen und atemberaubenden Sehenswürdigkeiten rühmen darf, ist die einzigartige Trinkwasserqualität. Nicht ohne Grund war Wien drei Jahre lang die lebenswerteste Stadt der Welt. Mit Hochquellwasser der steirisch-niederösterreichischen Alpen genießen die Wiener wahren Luxus aus dem Wasserhahn. In diesem Artikel möchten wir alle wichtigen Fragen rund um die Wasserqualität in Wien klären.

Wasserqualität in Wien

In Wien können Sie ohne jegliche Bedenken Wasser aus der Leitung trinken. Für die ausgezeichnete Wasserqualität ist die Stadt fast schon bekannt. Grund dafür ist einerseits die Herkunft des Wassers aus österreichischen Gebirgsquellen und andererseits strenge Kontrollen, um die Wasserqualität ständig zu überwachen. 

Woher kommt das Wiener Wasser?

Die Stadt Wien wird durch zwei Hochquellleitungen mit feinstem Wasser aus den Gebieten Schneeberg, Rax, Schneealpe und Hochschwab versorgt. Die Quellgebiete liegen teilweise noch in unberührter Natur und garantieren die berühmte Wiener Trinkwasserqualität.

Für den Transport des Wassers werden so gut wie keine Pumpen benötigt. Stattdessen wird der notwendige Versorgungsdruck (3-5 bar) über 31 im Stadtgebiet verteile Hochbehälter aufgebaut.

Auf seiner Reise nach Wien fließt das Wasser zudem durch Wasserleitungskraftwerke. Dadurch werden 65 Millionen Kilowattstunden Energie erzeugt, was dem Strombedarf einer Kleinstadt gleichgesetzt werden kann.

In Wien Favoriten befindet sich mit 15.000 m² der größte Wasserspielplatz Europas. Wasserfälle, Teiche und großflächige Entspannungsmöglichkeiten bieten ein einzigartiges Freizeiterlebnis. Um den Weg des Wiener Wassers zu verstehen, gibt es einen Wassererlebnispfad. So können Sie bildlich nachverfolgen, wie das Wasser seinen Weg von den Bergen nach Wien findet.

Wiener Wasser im Vergleich

Im weltweiten Vergleich schneidet die Wasserqualität Wiens mit ausgezeichneten Werten ab. Dabei ist gutes Leitungswasser bestimmt keine Selbstverständlichkeit. In anderen Ländern wird häufig geraten, das Leitungswasser besser nicht zu trinken und stattdessen Wasser in Flaschen zu kaufen. 

Trinkbares Leitungswasser ist also definitiv ein Luxus, den sich nicht jedes Land „leisten kann“. Damit sich an der Wasserqualität Wiens nichts ändert, wird das Trinkwasser ständigen Kontrollen durch die Wasserwerke unterzogen. Die EU-Trinkwasserrichtlinie schreibt hierfür die Kriterien der Trinkwasserqualität vor.

Kinder waschen Obst unter Leitungswasser

Welchen Wasserhärtegrad hat Wiener Wasser?

Beim Wiener Wasser handelt es sich mit einem durchschnittlichen Härtegrad von 8-9°dH um sogenanntes weiches Wasser (Achtung: ortsabhängig). Dies bedeutet, dass das Wasser einen sehr geringen Kalkanteil aufweist. 

Tatsächlich hat Österreich den geringsten Wasser-Kalkanteil in der gesamten DACH-Region. Die Schweiz hat mit 18°dH das kalkhaltigste Wasser und auch Deutschland liegt mit einem Wert von durchschnittlich 15°dH über Österreich. 

Prinzipiell gilt: Wasser wird bei weniger als 10°dH als weich, zwischen 10 und 16°dH als mittel und bei mehr als 16°dH als hart eingestuft.

Welche Werte hat das Wiener Wasser?

Um die Wasserqualität zu bestimmen, werden regelmäßig spezifische Werte gemessen. Ausschlaggebende Zahlen sind unter anderem der pH-Wert, Härtegrad, koloniebildende Einheiten und diverse Mineralstoffe.

Wiener Wasser weist aktuelle pH-Werte von 7,9 (1. HQL) und 8,1 (2. HQL) auf. Als Parameter gelten Werte von 6,5 bis 9,5. Das Wasser gilt mit durchschnittlichen Härtegraden von 8,3 (1. HQL) und 6,6 (2. HQL) als weich (in manchen Bezirken als mittel).

Sämtliche aktualisierte Werte finden Sie auf der Website der Stadt Wien.

Ist Wiener Leitungswasser gesund?

Wiener Wasser hat hervorragende Qualität und kann daher problemlos getrunken werden. Das frische Hochquellwasser aus den niederösterreich-steirischen Alpen weist sehr gute Werte auf und unterliegt strengen Kontrollen. Wiener Trinkwasser ist das am besten untersuchte Lebensmittel.

Zur mobilen Erfrischung finden sich in Wien rund 1.000 verteilte Trinkbrunnen. Mit einem Schluck frischem Hochquellwasser oder kühlendem Sprühnebel erfrischen Sie sich an heißen Sommertagen.

Wie wirkt sich das Wiener Wasser auf Maschinen aus?

Waschmaschine

Wiener Wasser gilt als weiches Wasser und wirkt sich daher nicht negativ auf den Betrieb von Haushaltsgeräten aus. Hingegen können Kalk und Metalle im Wasser auf Dauer Schäden an Geräten verursachen.

Prinzipiell empfiehlt sich die Einstellung < 10°dH für Haushaltsgeräte in Wien. Da das Wiener Wasser einen geringen Kalkanteil aufweist, ist keine erhöhte Waschmittel-beziehungsweise Kalkschutzmitteldosierung erforderlich.

Zahlen und Fakten zur Wasserqualität Wien

  • In Wien werden die Bewohner täglich mit fast 368.000 Kubikmeter Trinkwasser versorgt.
  • Bis das Wasser aus den Gebirgsquellen in Wien ankommt, überwindet es einen Höhenunterschied von über 270 Metern.
  • Bis zu 36 Stunden benötigt das Wasser aus den steirisch-niederösterreichischen Alpen auf seiner Reise in die Stadt.
  • Die nahegelegenen Wasserleitungskraftwerke sorgen durch den Wassertransport für 65 Millionen Kilowattstunden Energie. Das entspricht dem Strombedarf einer Kleinstadt.
  • Zusammen sind die Hochquellleitungen 330 Kilometer lang.

Als Installateur im Bereich Sanitäranlagen können wir Ihnen gerne Auskunft bei Fragen zum Thema Wasserqualität in Wien geben. Unser Spektrum umfasst diverse Leistungen für den Sanitärbereich. Ein engagiertes Team aus kompetenten, freundlichen Technikern und Servicekräften kümmert sich um all Ihre Belange und unterstützt Sie mit ausgezeichnetem Rundum-Service.

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